Too Small To Fail? – oder: Sind die kleineren Banken sicherer?

Die neuen Regelungen für die beiden „Too Big to Fail“-Banken UBS und CS haben im Juni den Ständerat passiert und werden wohl bald auch vom Nationalrat genehmigt werden. Die öffentliche Wahrnehmung ist (zu?) stark auf die Grossbanken gerichtet, deren Kollaps man nun mit harten Regeln für alle Ewigkeit verhindern will (aber wohl nicht kann).

Leider fragt momentan aber keiner, wie „fit“ die anderen Schweizer Banken sind. Dabei haben Kantonal- und Raiffeisenbanken zusammen einiges Gewicht, so dass man sich diese ebenfalls Gedanken machen sollte. Und siehe da, einige dieser Kantonal- und Raiffeisenbanken sind kaum diversifiziert und einseitig stark exponiert in einzelnen Märkten (fast 50% der Bilanzsumme der ZKB besteht aus Hypothekarfordeurngen; bei der Raiffeisen sind es sogar 80%). Es ist fraglich, ob kleinere Banken über das notwenige Know-how verfügen im Risiko-Management, um die Gefahren der mangelnden Diversifikation oder der hohen Abhängigkeit von Zinsgeschäften zu meistern. Bekanntlich hat das Platzen der Immobilienblase Anfang der 1990er mehreren Kantonalbanken und anderen regionalen Instituten und danach auch der realen Wirtschaft heftig zugesetzt.

Eine mögliche Lösung wäre es, die Kantonalbanken zu privatisieren und aus dem Staatsbesitz vollständig zu verkaufen. Diese könnten dann mit einigen Regionalbanken fusionieren und die nötige Masse und Fähigkeiten erreichen, die es braucht, um genügend konkurrenzfähig und robust zu sein. Der Verkauf der Kantonalbanken wäre auch das Ende des ordnungspolitischen Sündenfalls, da diese durch die Staatsgarantie bisher nicht nur einen unfairen Wettbewerbsvorteil genossen, sondern bei einem allfälligen Kollaps den Steuerzahler direkt belastet hätten. Zudem würde die Privatisierung der Kantonalbanken auch dem politische Postenschacher mit Bankratssitzen ein Ende machen und damit die Corporate Governance der Institute verbessern. Es ist also höchste Zeit, bei den Regional- und Kantonalbanken ebenfalls einen sauberen Tisch zu machen.

 

 

Adrian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

 

 

 

 

Siehe für die Bilanz der Raiffeisenbanken den Geschäftsbericht 2010

http://www.raiffeisen.ch/raiffeisen/INTERNET/home.nsf/0/34FBE5C35118CE03C125786900339D0C/$FILE/GBG10_de_web.pdf

 

Siehe für die Bilanz der ZKB den Geschäftsbericht 2010

http://www.zkb.ch/e-paper/Geschaeftsbericht2010/index.html

Für den Agrarfreihandel, und gegen populistische Schaumschlägerei

Es ist schon krass, wieviel populistischer Schaum in einem Wahljahr geschlagen wird. Da will die SVP eine Wirtschaftspartei sein, spielt aber mit dem Gedanken, die so wichtige Zuwanderung zu begrenzen, welche in den letzten Jahren geholfen hat, wichtige offene Stellen, zumeist für Hochqualifizierte, zu besetzen, und damit massgeblich den Wohlstand pro Kopf in der Schweiz zu erhöhen half.

Noch derber ist, wenn eine Motion Joder, die den Abbruch der Verhandlungen für ein Agrar-Freihandelsabkommen der Schweiz mit der EU fordert, von zwei Dritteln des Nationalrats unterstützt wird. Wie kann man gegen Verhandlungen per se sein? Warum stellt man, insbesondere die SVP, sich gegen den Agrarfreihandel, der unseren Konsumenten gemäss Studien bis zu 25% tiefere Preise und mehr Auswahl bei Lebensmitteln bringen könnte?

Offenbar möchte man lieber an verkrusteten landwirtschaftlichen Strukturen festhalten, diese mit fast 4 Milliarden Franken pro Jahr hätscheln und sie dermassen regulieren, damit sie garantiert nie international wettbewerbsfähig sein können. Offenbar meinen einige, damit noch ein paar Wählerstimmen bei gutgläubigen Bauern zu ergattern.

Viel klüger wäre es, unseren Agrarsektor zu deregulieren und ihn in den freien Wettbewerb zu schicken. Dies, zusammen mit der Finanzierung von flankierenden Massnahmen wie z.B. Umschulungen nach Aufgabe von Bauernhöfen, würde das Allgemeinwohl noch immer deutlich steigern gegenüber der heutigen Situation.

Immerhin wissen wir nun, dass die Volkspartei eine Anti-Wirtschaftspartei ist, die planwirtschaftlichen (Milchkontingentierung) und staatsinterventionistischen (Subventionen) Methoden huldigt, aber die dem Bürger möglichst wenig Wahlfreiheit (weil gegen Agrarfreihandel, gegen Cassis-de-Dijon-Prinzip) gewähren will, und damit der Schweiz und dem Allgemeinwohl schadet.

 

Adrian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

 

 

Link:

„Der Agrarfreihandel verliert den Rückhalt“

(Tages Anzeiger vom 10. Juni 2011)

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Der-Agrarfreihandel-verliert-den-Rueckhalt-im-Parlament-/story/16688218

Vom panikmacherischen Populismus zum energiepolitischen Bankrott

Der panikmacherische Populismus der letzten Wochen hat offenbar den Bundesrat dazu verleitet, sich mittelfristig von der Kernenergie in der Schweiz zu trennen, was bestenfalls als überhastet und unausgereift zu beurteilen ist. Eine Implikation des Entscheides ist, dass in rund zehn Jahren rund 1100MW an Stromproduktion (Beznau und Mühleberg) ersetzt werden müssten, was angesichts dieses Stromvolumens wohl nur via Grosskraftwerke (Wasserkraft?) möglich wäre. Nun ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass binnen zehn Jahren alle rechtlichen und politischen Hürden dafür genommen und neue Grossstaudämme, die ganze Bergtäler à la Grand-Dixence fluten würden, rechtzeitig gebaut würden. Aufgrund des Ziels, den CO2-Ausstoss zu reduzieren, wäre es andererseits umweltpolitisch frevelhaft, Kernkraft mit Gas-Kombikraftwerken zu ersetzen.

 

Nimmt man noch in Betracht, dass die Strompreise wahrscheinlich ohnehin steigen werden und zugleich die erwartete Stromnachfrage trotz Energieeffizienzmassnahmen weiter wachsen wird, scheint es fast unmöglich, den Strombedarf im Inland beim gewählten Atomstromausstiegsszenario zu decken. Die Schweiz wäre also darauf angewiesen, (noch) teureren Strom aus dem Ausland in noch grösseren Mengen als heute zu importieren, womit die Schweiz dann indirekt dreckige Kohlekraftwerke (z.B. in Deutschland) und Atomstrom (z.B. aus Frankreich) unterstützen würde. Deshalb scheint der mittelfristige Kernkraftausstiegsentscheid grotesk und widerspricht den umweltpolitischen Zielen der Schweiz. Wir stehen vor einem energiepolitischen Scherbenhaufen ohne klare Perspektive und ohne gründlich geprüften Optionen.

 

Adrian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

Saniert endlich die AHV!

Das Bundesamt für Sozialversicherunngen (BSV) hat jüngt Zahlen zur Zukunft der AHV veröffentlicht. Obwohl fraglich ist, ob die optimistischeren Annahmen punkto Einwanderung gerechtfertigt sind angesichts der grossen Volatilität von Migrationsströmen sowie der sich rasch verändernden weltpolitischen wie wirtschaftlichen Lage, die die relative Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zunehmend bedrängen, sprechen auch diese optimistischeren BSV-Zahlen eine deutliche Sprache: Die AHV wird ab dem Jahr 2020 defizitär.

Nach bald einer Dekade Reformstau bei der AHV müssen in der nächsten Legislaturperiode unbedingt Sanierungsmassnahmen beschlossen werden, welche spätestens ab 2020 greifen. Es bleibt zu hoffen, dass die Stimmbürger am 23. Oktober reformorientierte und intergenerationell verantwortungsbewusste Kandidaten in die eidgenössischen Räte wählen, die die Reformen gemeinsam beschliessen. Andernfalls sehe ich insbesondere für die jüngeren Generationen keine nachhaltige Zukunft unserer Sozialwerke.

Angesichts unserer alternden Gesellschaft ist es sinnvoll und notwendig, das Rentenalter zu erhöhen und neu durch einen unpolitischen Modus definieren zu lassen, der sich an der Altersstruktur der Gesellschaft orientiert. So kann das Potenzial von erfahrenen Arbeitskräften, die länger aktiv im Erwerbs- und Gesellschaftsleben bleiben, besser genutzt werden und die AHV würde quasi per Autopilot auf einer finanziell nachhaltigen Bahn gehalten.

Adrian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

Link: Medienmitteilung des BSV vom 4.5.2011

http://www.bsv.admin.ch/themen/ahv/aktuell/01339/index.html?lang=de&msg-id=38960

Leserbrief zum Artikel „Ein gutes Leben im Alter für alle“ von Ruth Gurny, NZZ vom Di., 22.2.2011

Es ist unverständlich und verantwortungslos, die AHV ausbauen und noch mehr finanzielle Verpflichtungen eingehen zu wollen, obschon man weiss, dass der AHV-Fonds in wenigen Jahren ins Minus rutscht. Die steigende Lebenserwartung bedeutet eigentlich, dass Menschen länger arbeiten könnten. Wenn Frau Gurny sagt, dass 12% der Rentner auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind, heisst dies implizit, dass 88% diese nicht brauchen, und dementsprechend ist die Idee einer Erhöhung der AHV-Rente typisch links: Teures Geldverteilen nach dem Giesskannenprinzip auch an jene, die es eigentlich gar nicht nötig haben.

 

Angesichts der demografischen Entwicklung müssen sich immer weniger Erwerbtätige die wachsende Zahl der Rentner finanzieren. Vor diesem Hintergrund erscheint der einseitige Blick auf die Erwerbstätige/Nicht-Erwerbstätige-Quote grotesk: Da die Zahl der Erwerbstätigen stagniert, jedoch der Anteil der Rentner unter den Nicht-Erwerbstätigen steigt, so würde ein AHV-Ausbau eine massive Umverteilung von Jung zu Alt bedeuten. Damit ist ein AHV-Ausbau intergenerationell höchst ungerecht gegenüber den Jungen, da diese nicht nur die künftigen Schulden der unnachhaltig finanzierten Sozialwerke abzutragen haben, sondern auch noch Gefahr laufen, dass Gelder, die Erwerbstätige in die Erziehung investiert hätten stattdessen, zur Finanzierung des AHV-Ausbaus verwendet würden. So bräuchte man sich denn nicht zu wundern, wenn der Anreiz, Kinder zu kriegen und aufzuziehen, noch mehr schwindet und die Schweizer langsam aussterben, da sie die Erwerbsbevölkerung verknurrten, die Alten zu finanzieren, und diesen nicht mehr ausreichend Geld lassen, um Kinder haben zu können.

 

Eine nachhaltige Sicherung der AHV kommt ohne eine Anhebung des Rentenalters und einer Stabilisieurng der Beitragszahler/Rentner-Quote nicht vorbei. Der Versicherungsgedanke der AHV soll die Ermöglichung der Existenzsicherung bleiben. Wenn man sich eine Existenz im Alter ohne AHV sichern kann, sollte man doch auf eine Rente verzichten, aus Liebe zum Fortbestand der Schweiz.

 

Adrian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

 

Wir brauchen zwei neue Kernkraftwerke – aus Liebe zur Schweiz

Die Kernkraft hat Zukunft in der Schweiz trotz rot-grünem Geplärre. Kernkraftwerke sind vermutlich eine der zuverlässigsten und liberalsten Energiequellen. Liberal deshalb, weil sie effizienter betreibbar sind als Photovoltaik- oder Windenergiekraftwerke in der Schweiz, und weil sie grosse Mengen an Strom zu jeder Tages- und Nachtzeit (sogenannte Bandenergie) bereitstellen. Schliesslich sind KKW eine liberale Lösung, weil da die negativen Externalitäten weit besser im Griff sind als bei anderen Energiequellen derselben Grösse: Zwar ist Wasserkraft auch CO2-neutral, aber sie braucht mehr Raum (Stichwort: Landschaftsverschandelung) und ist nicht unbedingt sicherer als ein KKW. Denn, während in der Schweiz noch niemand an einem Reaktorunfall gestorben ist, verursachte beispielsweise der Bruch eines Druckschachtes beim Kraftwerk Bieudron (VS) im 2000 eine Schlammlawine, drei Todesfälle sowie den Ausfall von 1200 MW Leistung für 10 Jahre.

Grundsätzlich soll die CO2-neutrale Wasserkraft beibehalten oder gar gestärkt werden. Aber damit alleine kommen wir nicht weiter, wenn beispielsweise gerade links-grüne Kreise gegen die Erhöhung der Grimsel-Staumauer Sturm laufen und das Projekt wohl noch während Jahren blockieren.

Sogar eher KKW-kritische Kantone sehen die Notwendigkeit, rechtzeitig zwei neue KKW zu bauen als Ersatz für die alternden Reaktoren in Beznau und Mühleberg. Ein weiterer Schritt in diese Richtung erfolgte Mitte Februar in einer Konsultativabstimmung mit einem 51.2%-Ja der Berner für den Ersatz des KKW Mühleberg.

Das knappe Ergebnis zeigt uns Liberalen aber auch auf, dass wir noch einige Überzeugungsarbeit leisten müssen, damit die vermutlich im 2013 stattfindende Schweiz-weite Abstimmung über neue KKW erfolgreich ausgeht. Zudem gilt es, gerade als möglicher Standortkanton, nun möglichst bald mit dem Bau eines Endlagers für radioaktive Abfälle zu beginnen. Nur so können wir unsere Verantwortung als Politisierende wahrnehmen und künftigen Generationen ein Land übergeben, das über eine saubere, CO2-neutrale und sichere Energeiversorgung verfügt. Kämpfen wir also, aus Liebe zur Schweiz.

 

Adrian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

 

Die SP geht zurück zum Steinzeit-Sozialismus

Die SP Schweiz hat ein neues Parteiprogram beschlossen, und bleibt ihrer verkrusteten und rückwärts gewandten Interpretation eines verblendet utopischen Sozialismus treu. Denn die SP will nichts anderes als die Überwindung des Kapitalismus und stellt sich damit gegen eine liberale, auf Wettbewerbsmechanismen setzende Gesellschaft. Mittels „Wirtschaftsdemokratie“ und einem „vorsorgenden Sozialstaat“ will die SP offenbar einen umfassenden Sozialismus, der Volksentscheide nicht respektiert. Denn die SP hat nämlich auch beschlossen, eine Initiative für eine nationale Gesundheitskasse zu lancieren, obwohl die Stimmbürger vor wenigen Jahren bereits ein ähnliches Vorhaben für eine Einheitskasse an der Urne klar verworfen haben.

 

Das von klassenkämpferischen Phrasen triefende neue Parteiprogram zeugt von einer SP, die rückwärts gewandt einen Steinzeit-Sozialismus anbetet und in ihrem ideologischen Reinheitseifer offenbar den Sinn für die Realität verloren und sich damit als möglicher Partner von pragmatischen Lösungen für das Allgemeinwohl verabschiedet. In gewohnt populistischer Manier wird das liberale Staatsverständnis wie der Finanzsektor schlechtgeredet, obwohl beide massgeblich zum Erfolg der Schweiz beigetragen haben. Aber offenbar will die SP gar keine prosperierende Schweiz, wie man am Beispiel der Steuererhöhungsinitiative sehen kann.

 

Damit ist auch klar, wohin die SP mit ihrer Steuererhöhungsinitiative, über die wir am 28. November abstimmen werden, letztlich will: Hin zu einem Fürsorgestaat mit von oben verordneter, „solidarischer“ Umverteilung, mehr Gleichmacherei, und gegen Wettbewerb und individuelle Initiative. Dass der allumfassende Fürsorge-Staat als Modell jedoch durch die Geschichte völlig diskretiert ist, ging der SP offenbar vergessen. Mit ihrem Steinzeit-Sozialismus gefährdet die SP die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Zukunft unseres Landes.

 

Adrian Ineichen

Jungfreisinnige Stadt Zürich

 

 

 

Links

NZZ

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/fuer_den_eu-beitritt__gegen_die_armee_agenx_1.8208229.html#comment_article

 

Dokumente der SP

http://sp-ps.ch/ger/Partei/Organisation/Parteitag/30.-31.-Oktober-2010-in-Lausanne

 

Big Spender Meets Big Saver

By Adrian Ineichen

The Great Contrast
Recently, President Obama travelled to Asia and visited Japan, the APEC summit in Singapore and went to China and Korea. The contrasts were stark, particularly in China: here comes the representative of the world’s most powerful democracy whose people save on average 3% of their disposable income (at some point in recent years, this figure has been negative) to the world’s largest nation whose people save about 20-25% of disposable income which lifts the gross domestic savings rate above the 50% mark. The big saver has (too?) much invested into the debt of the big spender and fears now that the latter’s bad economic conditions (unemployment above 10%, perennial current account and government deficits, etc.) may render the saver’s US assets that are estimated to top US$ 1.5 trillion less valuable (e.g. through potential inflation in the future or a depreciating dollar).

It is remarkable when the joint China-US statement issued on November 17 during Obama’s China stay says this: “United States will take measures to increase national saving as a share of GDP and promote sustainable non-inflationary growth. To achieve this, the United States is committed to returning the federal budget deficit to a sustainable path and pursuing measures to encourage private saving.”

How often have you seen a country pledging to be financially more responsible in a bilateral communiqué? It is not remarkable  that foreign powers prod the US to act, which may seem embarrassing enough, but it is remarkable because they are right and we should act, but have failed to do so for decades. Germany’s finance minister Schäuble warned last Friday against a looming fresh asset price bubble due to low US interest rates – which are expected to stay low for some time to keep liquidity and credit available – and provides the latest addition to the global concerns about US finances.

It Takes Two to Tango
The big spender (aka big debtor) knows that he has to adjust (boosting domestic savings and exports), but faces an uphill battle, given the urgent task to resolve the current crisis and get financial (and other) regulations right, on the domestic front.

Boosting saving is not easy in a consumption culture, and various policy tools have already proven to be ineffective. C. Fred Bergsten proposes three options worth considering. First, the US could switch from taxing income to taxing consumption which would put pressure on consumption. This idea may also be fruitful on its own as textbook economics tells us that consumption-based taxation has less distortionary effects than income-based taxes. Further, this would allow to clean up the US tax code (if Congress really seizes this once-in-a-lifetime chance) and could kill the current inefficient and administratively onerous retail sales taxes by a value-added taxation system.

Second, the introduction of mandatory savings schemes, let’s say of one or two percent on an individual’s income which could be retained in a separate account and used after retirement as a complement to the social security benefits. Third, medical and social security costs are contained e.g. by a comprehensive health care reform (recall, one of the original ideas of the current health care reform was to contain costs) and by a social security reform that may include the increase of the retirement age (a path that Germany has chosen and many Western European countries are likely to adopt in the future as well, given the demographics) and the reform of contribution and benefit formulas.

At the same time, an effective correction of imbalances requires the big debtor to coordinate with its biggest banker/creditor (i.e. the big saver) who himself has some daunting tasks ahead.

To get back on a sustainable growth path, the mainstream opinion suggests that China should boost domestic consumption and reduce its savings rate. At least three policy options could help. First, an increased redistribution could give high corporate profits away to poor Chinese people who may then spend more. At the same time China should reduce excess capacity and over-investment in certain industries (such as cement, steel, coal etc.). This is the Jonathan Anderson story which emphasizes that most of the savings are made by corporations and thus a resolution of the imbalance would require to start with changing the current industrial policy. It is noteworthy that Chinese investments this year have risen (pushed by stimulus). Second, improving the social safety nets, revamping education facilities and access and expanding public health care can increase spending directly, and may reduce the need for people to save as they can expect to have safer income sources when they are old and to be able to cope with health issues.

Third, the big saver allows for external adjustments to take place. In general, a revalued exchange rate would make Chinese exports less competitive and would thus squeeze corporate profits. While some call for a direct renminbi appreciation, others say that this move may not do much to rebalance the global economy (and may not have a large impact on the US current account deficit). It is likely that both sides miss the point. The key is that the current unofficial peg of the renminbi to the dollar (since summer 2008, after an appreciation path since July 2005) is not sustainable. It leads to foreign exchange surplus whose reinvestment has led to high risks and low returns, is a potential source for domestic Chinese inflation (which may arise in the coming years), and it attracts hot money which increasingly finds its way around China’s capital controls.

As China’s role in the global economy rises, the role of its currency is likely to grow too. To avoid adjustment shockwaves, a pragmatic approach could entail the speeding up of the gradual internationalization of the Renminbi, e.g. by expanding trade settlement or the institutional investor programs (QDII and QFII) while easing regulatory burden on cross-border capital flows. It will be interesting to see how the Chinese nomenklatura adjusts its policies when exports start to grow again and global outlooks further improve in 2010.

Nice to read:
Anderson, J. (2009. “The Myth of Chinese Savings”, Far Eastern Economic Review 172(9; Nov 2009), pp. 24-30.

Bergsten, C. F. (2009). “The Dollar and the Deficit”, Foreign Affairs 88(6; Nov/Dec 2009).

U.S.-China Joint Statement, November 2009
http://www.whitehouse.gov/the-press-office/us-china-joint-statement

Germany warns US on market bubbles
http://www.ft.com/cms/s/0/4ec41a1a-d616-11de-b80f-00144feabdc0.html

Chinese Banks and the Minsheng Case

By Adrian Ineichen

Economic Growth
While many major countries have suffered economic contraction or stagnation in 2009, China is expected to grow by about 8.2% in 2009. On the one hand, a massive stimulus package of approximately 4 trillion renminbi (RMB; about US$ 585bn) seems to have supported growth. Fiscal expansion has boosted infrastructure spending on airports, railways, bridges, environmental infrastructure and low-cost housing. This spending will contribute to a record budget deficit of 3.8% in 2009 (comparably, the US federal budget deficit for 2009 up to date is at about US$ 1.4tr, which is more than 66% of projected revenues, according to CBO estimates as of November).

On the other hand, Chinese bank lending has contributed to support economic activity. For the period January to October, total bank lending has accumulated to RMB 8.92tr in 2009 while the same period in 2008 saw lending at RMB 3.66tr – an increase by the factor 2.43. Overall lending for the whole year 2009 may well hit the 9.5tr level which would approximately equal the US federal deficit in dollar terms.

Chinese Banking
Such gigantic figures raise the questions about how sustainable and well-targeted such lending is. Recent steps point towards a tightening of the lending boom. The China Banking Regulatory Commission (CBRC) has warned about the build-up of risks in the banking sector. Concerns have arisen that some of the new money is flowing into equity markets and real estate speculation.

So far, the ratio of non-performing loans (NPL) across the banking sector is low at 1.7%. The state-owned banks, particularly the top-five which have been used in the past by the government to direct credit, have relatively higher figures than some privately owned banks. Chinese banks may need to raise more capital in order to strengthen their balance sheets. Further, the People’s Bank of China is expected to tighten monetary policy and, among others, raise reserve requirements.

It will be interesting to watch how policies will balance between growth targets (and thus new lending and investments) and financial stability (and thus maintaining capital adequacy and prudent risk management). In any case, historical experience suggests that if NPLs are rising again, this may be hidden for some time and in the end the government may step in to clean up (as in the early 2000s). Such a wait-and-see approach is not only very costly, but also lengthy and it takes years to be effective (for example as late as August 2008, the Economist Intelligence Unit estimated the NPL ratio of one of the top-five state-owned Chinese banks to be at more than 23%). Damage to the banking sector could be long-lasting.

A Brighter Spot?
One of the brighter dots on the Chinese banking scene is the China Minsheng Banking Corporation (CMBC). Minsheng’s NPL with less than 1% is about half of the average. Last week, it raised US$ 3.86bn by listing on the HK stock exchange. With this step, CMBC’s tier 1 capital ratio increases to 8.65% (from 5.90%). While the Basel standard for tier 1 is 4%, many Western banks have strengthened their sometimes heavily damaged balance sheets since the current crisis broke out; the Swiss bank Credit Suisse has currently a tier 1 capital ratio of 16.4%, while Citi’s it at 12.7% and the British HSBC has 10.3%.

Even though the share offer appears to have been modestly priced and the retail part was 154 times oversubscribed, the shares took a hit on their first trading day in Hong Kong. This could hint at some market uncertainty about the soundness of Chinese banks, although CMBC looks comparably well-off. How will the market react when other Chinese banks raise their capital? Some others say Minsheng’s profitability is relatively weak which could explain the less-than-enthusiastic response to the listing.

Minsheng’s bid to take over a Californian bank, the United Commercial Bank (UCB) was deplorably thwarted in November 2009 by FDIC’s intervention to save the bankrupt UCB. The Federal Reserve could not grant approval to the Minsheng take-over of UCB as its home regulator, the CBRC, does not yet meet American standards for “consolidated supervision.” While such requirements may seem plausible (if they are too weak, a worst case scenario would be that many badly regulated and managed foreign banks could own American banks and engage in excessive risk-taking and undermine US financial stability), the Minsheng case is unfortunate as it involved one of the better Chinese banks willing to avoid the bankruptcy of a US bank. The FDIC intervention comes at an aggregated cost of US$ 1.4tr plus 300m lost TARP funds. Minsheng loses its 10% stake it had already in UCB.

Epilogue
It appears that the FDIC and the Fed should improve their coordination among themselves and with foreign regulators to avoid such cases which cause anger abroad and at home and lead to higher taxpayer’s costs. While prudential regulations are important, they should not spur domestic protectionism. Entry of foreign financial institutions in the US, but also in China and elsewhere can spur competition and market discipline and thus should be welcomed. I hope that regulators can work together to reduce barriers for foreign entry, streamline regulations and make them more transparent. A bi- (or: multi-?) lateral investment treaty would be a step in the right direction.

Suggested Links

About Minsheng Bank’s Hong Kong Listing:
http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704204304574544791937541848.html

The Economist about Minsheng:
http://www.economist.com/businessfinance/displaystory.cfm?story_id=14859281

UCB Failure and the Non-take-over:
http://www.ft.com/cms/s/0/245e6872-d542-11de-81ee-00144feabdc0.html?catid=5&SID=google

Recent figure on the US budget deficit:
http://www.foxnews.com/politics/2009/10/07/budget-deficit-hit-record-trillion/

http://www.cbo.gov/ftpdocs/105xx/doc10521/budgetprojections.pdf

http://www.cbo.gov/ftpdocs/107xx/doc10708/11-9-09MBR.pdf

About Chinese lending:
http://www.thechinaperspective.com/articles/china039snovemberloansmaytotal150200bindustrialbank6654/index.html

http://www.ft.com/cms/s/0/9267cf6a-b8ec-11de-98ee-00144feab49a.html

http://in.reuters.com/article/businessNews/idINIndia-43769120091107

EIU Country Report China December 2009