Wohnen in Zürich: Mehr Kreativität, mehr Freiheit, weniger Regulierungen!

Stadt und Kanton Zürich wachsen, aber unsere Fläche ist beschränkt. Oft wird auch über die steigenden Mietpreise geklagt. Viele politische Gruppierungen reden von „verdichtet“ bauen, d.h. dass mehr Menschen pro Quadratmeter Bodenfläche anzusiedeln wären. Doch dies wird groteskerweise gerade bei gemeinnützigen Wohnbauten nicht gemacht!

Um eine grössere Verdichtung unseres Siedlungsgebietes zu erreichen, braucht es einerseits kreative Ideen, andererseits aber auch einen Abbau von unnötigen Regulierungen, damit diese kreativen Ideen umgesetzt werden können. Die kürzlich vorgestellte Idee eines Architekten, Wohnungen auch auf einerAutobahnüberdeckung zu bauen, ist deshalb äusserst willkommen. Denn dieser Vorschlag nutzt die Bodenfläche nicht nur mehrfach für verschiedene Zwecke, sondern dämmt auch die Lärm- und Schadstoffemissionen von Fahrzeugen auf der Autobahn.

Zum anderen sollte aber auch das Dickicht an Regulierungen gelichtet werden. Gebäude sollten höher sein dürfen als heute und sollten so aussehen dürfen, wie es der Bauherr wünscht. Warum sollen denn Gebäude in der Stadt Zürich nur maximal 80m hoch sein dürfen wie bisher? Warum gibt es so viele komplizierte Regeln, von denen dann wiederum Ausnahmen gemacht werden in noch komplizierteren, und kostspieligen Verfahren ohne echten Mehrwert?

Eine Liberalisierung der Bau- und Zonenordnung mit der Lockerung oder gar Abschaffung vieler Restriktionen würde die Möglichkeiten beim Bauen vervielfachen und die Kosten senken!Es würde auch helfen, den beschränkten Platz, den wir haben, effizienter zu nutzen. Die Politiker in Stadt und Kanton sind gefordert, endlich robuste Reformen anzupacken.

Adrian Ineichen
Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

www.jfz.ch

Nein zur Bschiss-Vorlage „Bezahlbare Wohnungen für Zürich“

Zur wohnpolitischen Vorlage der städtischen Abstimmungen vom 27. November 2011

 

Der Gegenvorschlag zu drei wohnpolitischen Initiativen fordert, den Anteil von gemeinnützigen Wohnungen in der Stadt auf einen Drittel auszubauen. Dieser Vorschlag ist ein bürokratisches Monster, dessen Annahme eine beispiellose Staatsintervention im Wohnungsmarkt bringen würde. Die damit verbundenen Kosten würden sich auf rund 15,6 Milliarden Franken belaufen! Damit ist klar, dass diese Vorlage unbezahlbar ist. Ausserdem würde die Vorlage, um dieses Drittel zu erreichen, faktisch keinen privaten Wohnungsbau mehr zulassen, was der Wirtschaftsfreiheit widersprechen würde.

Gemeinnütziges Wohnen bedeutet eine riesige Umverteilung und Subventionierung. Davon profitieren aber nicht nur die unteren Einkommensschichten, sondern auch Spitzenverdiener. Zudem weisen gemeinnützige Wohnungsbauten eine tiefere soziale Durchmischung auf als private Wohnungsbauten, womit die Vorlage kontraproduktiv zum erklärten Ziel der Verbesserung der Durchmischung ist. Schliesslich zeigen Daten des Statistischen Amtes, dass die bauliche Dichte der Wohnbaugenossenschaften in jedem Kreis der Stadt Zürich tiefer ist als jene der privaten Vermieter. Mehr gemeinnütziges Wohnen würde somit dem verdichteten Bauen, welches man allgemein wünscht, zuwiderlaufen.

Statt dem Staatsinterventionismus zu huldigen, wären im Wohnungsmarkt dringend Liberalisierungsschritte nötig. Zum einen muss die grosse Zahl an unnötigen, sinnlosen und gar kontraproduktiven Vorschriften reduziert werden, zum anderen sollte höher und verdichtete gebaut werden dürfen.

Wer also noch bezahlbare Wohnungen haben will in der Stadt Zürich, sagt Nein zur Vorlage, und unterstützt die jungfreisinnige Vision „little Manhattan“ mit dem Anliegen nach mehr Freiheit im Baurecht und nach höheren Gebäuden.

 

 

Adrian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

 

 

 

 

Link zur Medienmitteilung der Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ) zum Positionspapier „‘Little Manhattan‘ in Zurich – ermöglichen wir mehr Wohnraum!”

http://jfz.ch/Einzelartikel.24+M5a0a3aabcfc.0.html