Abfertigungen auf dem Flugplatz Dübendorf sind sinnvoll! (21.1.2015)

Die Armee hat vor kurzem beschlossen, dass während des Weltwirtschaftsforums in Davos auf dem Militärflugplatz Dübendorf auch wieder Personen(grenz)kontrollen sowie Zollabfertigungen durchgeführt werden können. Bisher musste dies auf dem Flughafen Zürich-Kloten gemacht werden, worauf dann die Privatjets wieder abhoben und nach Dübendorf flogen, um hier parkiert zu werden. Obwohl das Parkieren seit Jahren gemacht und toleriert wird, spricht sich nun der Stadtrat von Dübendorf, allen voran Stadtpräsident Ziörjen, gegen das erleichterte Verfahren mit Abfertigung aus. Dies befremdet uns.

Wie in anderen Flugplatz-relevanten Fragen ist es löblich, wenn der Stadtrat die rechtlichen Grundlagen prüft und versucht, mitzureden und sich für die Interessen der Anwohner einzusetzen. Doch welches sind diese Interessen?

Wir glauben, es ist ökologisch und ökonomisch sinnvoller, solche Privatjet-Flüge direkt in Dübendorf abfertigen zu können. Zum einen generiert diese Lösung weniger Flugbewegungen und damit weniger Lärm und Abgase, während früher die Flugzeuge einen Zwischenstopp in Zürich-Kloten einschalten mussten. Zum anderen erlaubt die Direktabfertigung in Dübendorf den Jet-Betreibern auch, Kosten einzusparen und hilft auch, die Betriebskomplexität von Zurich-Kloten zu reduzieren, was zu erhöhter Sicherheit in der Fliegerei beiträgt. Deshalb glauben wir, dass Direktabfertigungen in Dübendorf im Interesse der Anwohner sind.

Die Erfahrungen mit den Direktabfertigungen können Dübendorf zudem helfen, wie mit der kommenden vermehrten zivilen Nutzung des Flugplatzes umzugehen ist. Auch hier sehen wir Chancen: Wenn sich das Konzept der zivilen Fliegerei mit kleinen (und deshalb verhältnismässig leisen) Businessjets in Dübendorf etablieren kann, werden tendenziell weniger (laute) Grossraumjets von oder nach Zürich-Kloten über Dübendorf fliegen. Auch dies dürfte unter dem Gesichtspunkt der möglichst geringen Lärmbelastung im Interesse der Anwohner sein.

Wir hoffen, dass Dübendorf unverkrampfter an die Zukunft des Flugplatzes geht und vermehrt die Chancen von diesem sieht.

 

Adrian Ineichen
Kantonsratskandidat und Vizepräsident, FDP Dübendorf

 

Andreas Sturzenegger
Kantonsratskandidat und Gemeinderat, FDP Dübendorf

 

Ursina Nick
Kantonsratskandidatin, FDP Dübendorf

 

 

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Tempo 30 löst das Lärmproblem nicht!

Der Zürcher Stadtrat hat letzte Woche vorgeschlagen, massiv mehr Tempo 30-Zonen zu errichten und will damit erreichen, dass die Lärmbelastung für die Einwohner gesenkt wird. Wegen Bundesvorgaben müssen bis 2018 Sanierungsmassnahmen ergriffen werden. Tempo 30 auf breiter Front löst das Problem aber nicht, sondern schafft nur neue!

 

Erstens bringt Tempo 30 wenn überhaupt, dann nur eine leichte Lärmreduktionen. Denn heute gibt es oft Stau in der Stadt, die Strassenfahrzeuge kommen nur im Schrittempo voran, aber Lärm gibt es trotzdem. Zweitens verlangsamt Tempo 30 rund um die Uhr den Verkehr, was zu mehr Staus führt und die Stadt zum Verkehrskollaps führt. Davon ist auch der ÖV betroffen. Es käme zu noch mehr Verspätungen.

 

Drittens bringt Tempo 30 auch mehr Dreckluft! Verbrennungsmotoren sind bei Tempo 30 nicht so effizient wie bei Tempo 80, woraus sich eine erhöhte Schadstoffbelastung ergibt. Diese wird noch verstärkt durch die Mehrbelastung von mehr Stau („stop-and-go“Verkehr).

 

Wirksamere Alternativen zu Tempo 30 sollte echte Ursachenbekämpfung sein. Neue Technologien ermöglichen es, sparsamere und leisere Autos zu bauen. Zudem könnten Autos noch besser schallgedämmt werden, zum anderen würden neue Beläge helfen, die Lärmentstehung zu reduzieren. Geht es um Anwohnerschutz, wäre zu prüfen, gezielt Schallschutzfenster und Lärmschutzwände aufzustellen; dies ist andernorts weit verbreitet.

 

Mit dem Tempo 30-Vorschlag zeigt der Stadtrat ein weiteres Mal, dass es ihm nicht um Problemlösung geht, sondern um eine ideologische Zwängerei, den städtischen Motorfahrzeugverkehr zum Erliegen zu bringen. Damit will der Stadtrat nicht nur alle städtischen Autofahrer schlechter stellen, sondern offenbar auch unsere KMU, welche auf ein eigene Fahrzeuge angewiesen sind! Ich hoffe, der KMU-Artikel wird vom Volk am 17. Juni angenommen, damit endlich ein Instrument existiert, der stadträtlichen Zwängerei Einhalt zu gebieten.

 

 

 

 

Adrian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

www.jfz.ch

 

Stadt Zürich will Tempo 30 nach 22 Uhr: Eine Schnapsidee mehr!

Der Zürcher Stadtrat, mit Claudia Nielsen (SP) als Dossier-verantwortliche Stadträtin, will Tempo 30 nach 22 Uhr und vor 6 Uhr morgens flächendeckend einführen. Eine utopistische Schnapsidee.

Nur schon die Kommunikation erstaunte: Offenbar befand es der Stadtrat als unnötig, den Gemeinderat (geschweige denn die zuständige Kommissionen) oder den Regierungsrat bisher in die Konzeption eines Tempo-30-Regimes einzubeziehen. Es kann nicht sein, dass bei so einer gewichtigen Intervention in die städtische Verkehrsordnung das Parlament nicht einbezogen wird! Dem Stadtrat scheint es an demokratischem Gespür zu fehlen. Der Regierungsrat wäre ebenfalls dringendst einzubeziehen, denn kantonale Strassen auf dem Stadtgebiet würden durch Tempo 30 auch tangiert.

Die Machbarkeit von Tempo 30 scheint kaum durchdacht worden zu sein. Zum Strassenverkehr gehören nicht nur der motorisierte Individualverkehr, sondern auch die öffentlichen Transportmittel. Es ist wohl jedem klar, dass es mit Tempo 30 zu grossen Verzögerungen kommen würde, welche den Fahrplan des gesamten öffentlichen Verkehrs auf den Kopf stellen würde (u.a. Koordination neuer Anschlüsse Bahn/Tram/Bus). Schliesslich führen langsamere Verkehrsmittel zu Problemen beim Verkehrsfluss, d.h. zu mehr Staus resp. stockendem Kolonnenverkehr, welche wiederum andere Verkehrsteilnehmer wie Velofahrer und Fussgänger behindern). Schliesslich arbeiten die Verbrennungsmotoren von Autos, Bussen etc. bei so tiefer Geschwindigkeit (Tempo 30) extrem ineffizient und stossen vergleichsweise viel mehr an Schadstoffen aus als bei einer effizienteren Geschwindigkeit. Damit würde Tempo 30 auch für die Umwelt äusserst kontraproduktiv.

Es ist klar, es müssen Lösungen für die lärmgeplagten Anwohner gesucht warden, nur schon aufgrund von Vorgaben des Bundes. Jedoch erzeugt ein weiteres Würgen des motorisierten Verkehrs kaum positive, dafür aber eine Unmenge an negative Folgewirkungen.

Bessere Lösungsansätze wären die Verflüssigung des Verkehrs mittels weniger Restriktionen, der Bau neuer Tunnels (womit städtequerender Verkehr rasch und lärmgedämmt weitergeleitet würde) sowie technologische, lärmreduzierende Verbesserungen an den Fahrzeugen.

Adrian Ineichen

Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)

Nationalratskandidat Jungfreisinnige Kanton Zürich (JFZH), Listenplatz 9

www.jfzh.ch

Tages Anzeiger vom 14.10.2011 „Nachts Tempo 30 in ganz Zürich

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Nachts-Tempo-30-in-ganz-Zuerich/story/10554220