2025: Erneut weniger Verkehrsunfälle in Dübendorf

Die Kantonspolizei Zürich veröffentlicht jeweils im März die polizeilich registrierten Verkehrsunfallzahlen. Am Mittwoch, 11. März 2026 war es wieder soweit.
Im Kanton Zürich sind die Zahl der Verkehrsunfälle mit Sach- und Personenschäden im 2025 gegenüber 2024 gesunken.

Dübendorf:

  • In Dübendorf sank die Zahl der Unfälle mit Sachschaden erneut, nun auf 157 (2024: 200). Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden stieg leicht von 42 auf 43. Die Zahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle in Dübi ist damit insgesamt von 304 im 2022 auf noch 205 im 2025 gesunken. Dies freut mich als Stadtrat und Präsident der Vekehrskommission sehr.
  • Relativ zur Bevölkerungsgrösse bedeutet dies, dass in Dübi im 2025 sich 4.8 Unfälle mit Sachschaden pro 1000 Einwohner ereigneten, resp. 1.3 Unfälle mit Personenschäden pro 1000 Einwohner.

Vergleich mit anderen Gemeinden:

  • Dübendorf schneidet im Vergleich mit anderen, grösseren Zürcher Gemeinden (mit mehr als 20’000 Einwohner) sehr gut ab.
  • Bez. Unfälle mit Sachschäden pro 1000 Einwohner: Andere Gemeinden haben 5.5 (Adliswil), 6.2 (Uster), 6.4 (Wetzikon) oder mehr (7.3 in Bülach, 7.8 in Schlieren) Sachschaden-Unfälle pro 1000 Einwohner. Höhere Unfallzahlen haben Gemeinden nahe Zürich/Flughafen, mit viel Autobahn, wie z.B. Opfikon mit 11.6, Wallisellen mit 13.8, Kloten mit 14.5, Dietlikon mit 14.7 und Wangen-Brüttisellen mit 15.5 Sachschaden-Unfälle pro 1000 Einwohner.
  • Bez. Unfälle mit Personenschäden pro 1000 Einwohner: Adliswil und Horgen haben wir Dübi 1.3, Dietikon hat 1.5, Wädenswil 1.7, Bülach 1.9, Wetzikon 2.0. Auch hier haben Flughafen/Autobahn-geprägte Gemeinden höhere Unfallzahlen: Opfikon 2.4, Wallisellen 2.5, Wangen-Brüttisellen 3.3.

Weiteres zu Dübendorf:

  • Die meisten Unfälle ereignen sich zwischen 16 und 18 Uhr (Feierabendverkehr, wenn Verkehrsteilnehmer tendenziell müder und weniger aufmerksam sind).
  • Die Zahl der Unfälle mit Velo- und Fussgänger-Beteiligung sank (auf 18, resp. 8), jene mit Motorrad-Beteiligung stieg (auf 21) in den Jahren 2022-2024.

Quellen:

Verkehrsunfallstatistik 2025:

Gemeindeportrait Kanton Zürich:

https://www.zh.ch/de/politik-staat/gemeinden/gemeindeportraet.html

Fahrzeuge in Dübendorf 2025

Während per Ende 2025 in Dübendorf 32’877 Personen lebten, gab es 15’598 Personenwagen (PW), was ein neuer Höchststand ist.

Während die Bevölkerung von Dübendorf zwischen 2011 und 2025 um 32.5% zunahm, nahm die Zahl der PW aber nur um 19.6% zu, weshalb die PW-Dichte, d.h. die Zahl der PWs pro 1000 Einwohner sank in der gleichen Zeitperiode, nämlich von 524 im 2011 auf noch 480 im 2025.

Anders bei den Motorrädern: deren Bestand wuchs kräftiger als die Bevölkerung, auf 2’405, womit es rnd 74 Motorräder auf 1000 Einwohner gibt.

Die Zahl der jährlich in Dübendorf neu zugelassenen PW ist im langfristigen Trend leicht sinkend (in absoluten Zahlen, stärker in Anzahl PW pro 1000 Einwohner), stieg im 2025 jedoch gegenüber 2024.

Der Trend bei Personenwagen weg von Benzin/Diesel hin zu alternativen Antrieben (Elektro, Hybrid, Gas, anderes) hält an

  • Per Ende 2025 sind erstmals 20% der PW im Dübendorfer Bestand alternativ angetrieben. Davon 13.7 Prozentpunkte Hybrid und 6 Prozentpunkte Elektro.
  • Bei den im 2025 neu zugelassenen PW sind sogar 61.5% alternativ angetrieben.

Relevante, globale Trends bei Elektrofahrzeugen

  • Das Angebot an Elektrofahrzeugen wächst. Auch bei kommerziell genutzten Fahrzeugen (Lieferwagen, Lastwagen) steigt der Anteil Elektrofahrzeugen
  • Die Reichweite nimmt rasant zu
  • Die Ladeleistung steigt
  • Asiatische (v.a. chinesische) Hersteller gewinnen Marktanteile

Quellen

https://www.zh.ch/de/politik-staat/gemeinden/gemeindeportraet.html

https://www.iea.org/reports/global-ev-outlook-2025/trends-in-the-electric-car-industry-3

https://recharged.com/articles/electric-cars-with-longest-range

Fahrzeuge in Dübi

Elektromobilität ist seit ein paar Jahren ein breit diskutiertes Thema. Auch die Stadt Dübendorf plant aufgrund des Massnahmenplans Klima (als Maassnahme M_03) ein Konzept zum Thema.

Aus der kantonalen Statistik Gemeindeportrait lassen sich einige interessante Daten herunterladen zum Fahrzeugbestand in Dübendorf.

  • In Dübi gab es im Jahre 2023 14’939 zugelassene Personenwagen (PWs).
  • Während die Zahl der PWs in Dübi langsam steigt, sinkt die Zahl der PWs pro 1’000 Einwohner (vom Peak von 535 Fahrzeugen pro 1’000 Einwohner im Jahre 2013 auf noch 486 Fahrzeuge im 2023).
  • 2003 waren 95% der PW in Dübendorf mit Benzinmotor ausgestattet. Im 2023 waren es noch rund 61%.
  • Der Anteil der PW mit Dieselmotor am PW-Bestand in Dübi war 2018 mit etwas über 30% am höchsten und sank auf 26% im 2023.
  • Der Anteil an PW mit alternativen Antrieben (Hybrid, Elektro, CNG etc.) überschritt 2016 erstmals 2%. Im 2023 lag der Anteil der Hybriden bei 8.8% (1’315 Fahrzeuge) und jener der reinen Elektro bei 4% (598 Fahrzeuge).

Neuzulassungen

  • Die Zahl der in Dübi neu zugelassenen Fahrzeuge stieg lange an peakte 2015 bei 1’117 sowie im 2019 bei 1’118, und ist seither geschrumpft auf noch 881 neue Fahrzeuge im 2023.
  • Der Anteil an neu zugelassenen, mit Benzin-betriebenen PWs sank von 78% im 2003 auf 35.4% im 2023.
  • Der Anteil der PW mit Dieselmotor peakte bei 42.7% im Jahre 2016 und lag im 2023 noch bei 9%.
  • Hybride und reine Elektro-PW gewannen an Anteilen und lagen im 2023 bei 32.6%, resp. 22.9%. D.h. von den 881 neu in Dübi zugelassenen PW sind 55.5% mit alternativem Antrieb. Das liegt in etwa im Schweizer Durchschnitt (57%, gemäss Auto-Schweiz).

Quellen:

https://www.zh.ch/de/politik-staat/gemeinden/gemeindeportraet.html

Neue Verkehrsunfallstatistik: Die Zahl der Unfälle und Verunfallten sinkt markant im Kanton Zürich und in Dübendorf

Am 12. März hat der Kanton Zürich die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2024 publiziert.

Im gesamten Kanton Zürich nahm die Zahl der Unfälle erfreulicherweise um 4.9% ab gegenüber 2023 auf 15’372, während die Zahl der Verunfallten um 10.3% sank auf 3’599.

In Dübendorf sank die Zahl der Unfälle mit Sachschaden erfreulicherweise um 15.3% ab gegenüber 2023 auf 200, während die Zahl der Verunfallten um 8% sank auf 46. Die Unfälle mit Personenschaden nahmen um 14.3% ab.

Auch in Bezug zur Wohnbevölkerung nahmen diese Zahlen ab. In Dübendorf gab es 2024 pro 1000 Einwohner 6.2 Unfälle mit Sachschäden und 1.3 Unfälle mit Personenschäden, ebenfalls markant (-17, resp. 17.9%) weniger als im Vorjahr, während im Kanton diese Zahlen bei 7.5 resp. 2.0 liegen

Dübi hat damit eine tiefere Unfalldichte pro Einwohner als das Kanton.

Damit scheint der (Nach-)Corona-Anstieg (2020-2022) gestoppt. Ist wieder mehr Ruhe, Gelassenheit und Umsicht eingekehrt?

Quellen:

https://www.zh.ch/de/sicherheit-justiz/sicher-unterwegs/verkehrsunfallstatistiken.html

Bevölkerung Kanton Zürich:

https://www.zh.ch/de/soziales/bevoelkerungszahlen.zhweb-noredirect.zhweb-cache.html?keywords=einwohner#/datasets/1141@statistisches-amt-kanton-zuerich

Bevölkerung Dübendorf: Geschäftsberichte der Stadt

Mehr Achtsamkeit im öffentlichen (Strassen)Raum!

Sieht so Achtsamkeit im öffentlichen Raum aus? (Bild generiert mittels Openart.ai)

Die Schweizer Bevölkerung wächst und ihre Mobilität ebenso (gemessen an der Zahl zurückgelegter Kilometer pro Person und Tag; obwohl die Corona-Pandemie einen Unterbruch generierte). Zugleich soll die Landschaft geschützt werden (fruchtbare Böden wie Fruchtfolgeflächen, Naturschutzgebiete, «schöne Landschaften» etc.).

Dies bedeutet, dass es tendenziell zu mehr Kreuzungen von Verkehrsteilnehmern kommt und zu mehr Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum.

Dies kann teilweise durch kluge Politik entschärft werden, z.B. mit der Regelung wer wann wo wie hindurch darf.

Viele Städte bauen den öffentlichen Verkehr aus, und fördern den Langsamverkehr (Fuss- und Veloverkehr). Zudem sind in den letzten 20 Jahren vermehrt Temporeduktionen salonfähig geworden. Schliesslich wird versucht, mit Anpassungen von Signalisationen oder baulichen Veränderungen (Kissen, Tore, teils farbliche Gestaltungen der Strassenoberflächen, Spurführungen, Abständen etc.), den Verkehr zu beruhigen oder zu regulieren.

Diese Entwicklung scheidet bisweilen die Geister und generiert manchmal hitzige Debatten. Zudem scheinen die Ansprüche an den Staat, gerade in der Verkehrspolitik, sehr stark gewachsen zu sein. Kommt hinzu, dass wir mehr und mehr gestresst sind, Familie, Beruf und Hobby balancieren möchten und mit einem stetigen Informationsüberfluss umgehen müssen.

Jedoch können nicht alle Nutzungskonflikte im öffentlichen (Strassen)raum baulich oder obrigkeitlich (mehr Regeln, mehr Überwachung, mehr Kosten) gelöst werden. Und auch wenn dies möglich ist, so müssen diese, wie andere staatliche Massnahmen der Prüfung u.a. punkto Zweckmässigkeit, Wirksamkeit, Verhältnismässigkeit unterzogen werden.

Oftmals ist es sogar einfacher, schneller und günstiger, wenn Menschen sich und ihre Erwartungen pragmatisch gerade auf stark beanspruchten öffentlichen Flächen untereinander abstimmen und das eigene Verhalten situationsgerecht anpassen.

Dies ist sogar Pflicht, denn jeder muss sich im Verkehr so verhalten, dass er andere weder behindert noch gefährdet (Strassenverkehrsgesetz SVG Art. 26). Zudem ist die Geschwindigkeit stets den Umständen anzupassen (SVG Art. 32). Man muss also nicht immer 50 fahren, wenn es eine 50er-Tafel hat.

Dieses situative Anpassen kann, darf, ja soll man im täglichen Leben freundlich voneinander gegenseitig einfordern. Natürlich ist das nicht immer einfach, aus der eigenen Komfortzone herauszutreten und mögliche Konflikte zu managen. Natürlich gibt es verschiedene Vorstellungen, was situationsgerecht bedeutet. Doch statt die Faust im Sack zu machen, können wir Veränderungen selbst anstossen.

Als Gesellschaft in einem kleinen Land mit wachsender Bevölkerung, wachsender Mobilität haben wir gar keine andere Wahl. Wir alle sollten gegenüber allen mehr Rücksicht nehmen. Deshalb sollten wir versuchen, mehr achtsam zu sein.

Wir sind nicht alleine, andere mögen ähnliche Herausforderungen haben. Dies ist auch eine Chance – für mehr gegenseitiges Aushelfen (z.B. car/ride sharing?) oder eventuell auch Verzicht (muss ich wirklich das heute besorgen, und meine Bestellung online bereits morgen im Briefkasten haben?).

Weiterführendes

Mobilität

https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/mobilitaet-verkehr/personenverkehr/verkehrsverhalten/tageszeit-unterwegszeit.html

Bevölkerungsentwicklung

https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung.html

Gestresst sein

https://www.nzz.ch/panorama/immer-mehr-menschen-sind-bei-der-arbeit-gestresst-und-die-frauen-sind-gestresster-als-die-maenner-warum-ld.1831730