Das Stellenwachstum der zentralen Bundesverwaltung betrug zwischen 2010 und 2024 satte 32% (die Personalausgaben wuchsen sogar um 34.5%).
In derselben Zeit wuchs die ständige Bevölkerung in der Schweiz um nur 15% (im selben Zeitrahmen wuchsen die Einkommen, d.h. das Bruttoinlandprodukt BIP, pro Kopf um 17.6%).
Fazit:
- die Bundesverwaltung wuchs mehr als doppelt so schnell wie die Bevölkerung. Entsprechend muss jeder Einwohner immer mehr Geld abliefern, um die Bundesverwaltung am Laufen zu erhalten.
- Die Bundesverwaltung wuchs fast doppelt so schnell wie das Volkseinkommen
Dies ist nicht nachhaltig.

Mehr Verwaltungsangestellte bedeutet zudem auch mehr Arbeit, mehr Abklärungen, mehr Analysen, mehr Berichte, mehr Vorschläge für mehr Staatsaktivismus, mehr neu erfundene öffentliche Bedürfnisse, mehr Regulierungen und damit mehr Kosten für alle.
Schon die Soziologen Max Weber und Niklas Luhman erkannten, dass die Verwaltung (in öffentlichen, aber auch privaten Organisationen – es ist also keineswegs nur ein staatliches Problem) quasi als systeminhärentes Phänomen von sich aus wächst.
Es ist deshalb Aufgabe der Politik, abzuwägen, und zu entscheiden, welche staatlichen Dienstleistungen nötig sind und welche nicht. Politik auf Autopilot, einfach zu allem JA sagen, würde gemäss Bürokratietheorie zwangsläufig zu immer mehr Staat führen.
Schliesslich deuten Studien darauf hin, dass der Bund in vielen Funktionen sehr hohe Löhne zahlt und das Lohnwachstum beim Bund in den letzten stärker war als in der Privatwirtschaft.
Die Schweiz muss wieder wettbewerbsfähiger werden. Zu viel Staat, zu viele Regeln, zu viel Bürokratie hemmt uns.
Ich unterstütze deshalb die Volksinitiative für eine Verwaltungsbremse auf nationaler Ebene:
https://www.verwaltungsbremse.ch/
Diese Initiative verlangt, dass die Personalausgaben der Bundesverwaltung nicht stärker als der Schweizer Medianlohn steigen soll.
Dies ist machbar, gibt dem Bund genügend Spielraum, und ermöglicht begrenzt Wachstum des Personals, aber eben begrenzt. Damit es nachhaltig finanzierbar wird.
Quellen:
Bundespersonal
https://www.epa.admin.ch/de/bundespersonal-in-zahlen
Personalausgaben
https://www.data.finance.admin.ch/superset/dashboard/startseite
https://www.data.finance.admin.ch/superset/dashboard/finanzstatistik_national
Bevölkerung
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung.assetdetail.36142050.html
Bruttoinlandprodukt
https://www.economiesuisse.ch/de/meinung/beamtenloehne-warnsignale-ignoriert